Hl. Katharina von SienaKatharina wurde am 25. März 1347 als Kind des Färbermeisters Jakob Benincasa und seiner Frau Lapa in Siena geboren. Schon in ihrer Jugend entfaltete sich ihr geistliches Leben in mystischen Erfahrungen zu immer tieferer Verbundenheit mit Christus. Um 1363 fand sie Aufnahme bei den Mantellatinnen des hl. Dominikus, einer Gemeinschaft von Frauen, die sich dem Gebet und der karitativen Hilfe für Bedürftige widmete. Vorbereitet durch Gebet und entsagungsvolle Lebensweise widmete sie sich unermüdlich und aufopfernd Kranken und Sterbenden.Der Ruf ihres Lebens drang über die Grenzen Sienas hinaus. Die Menschen suchten und erhielten bei ihr Rat und Hilfe. Katharina wurde zum Mittelpunkt einer ständig wachsenden Gruppe, die unter ihrem Einfluss zur geistlichen Erneuerungsbewegung wurde. Besorgt um den Frieden vermittelte sie in den Kämpfen zwischen den Städten und Fürsten Italiens. Um eine drohende Kirchenspaltung abzuwenden, hielt sie eine Reform der Kirche und die Rückkehr der Päpste nach Rom für notwendig, die angesichts der Wirren in Italien nach Avignon gezogen waren. Durch Katharina ermutigt, wagte Gregor XI. diese Rückkehr, um von Rom aus für die Erneuerung der Kirche zu sorgen. Nach dem Tod des Papstes entbrannte ein Streit um seinen Nachfolger, der mit der Wahl eines Gegenpapstes und damit in einer Kirchenspaltung endete. Katharina arbeitete rastlos, um dazu beizutragen, der Kirche die Einheit wiederzugeben. "Ihre Lehre ist unerreicht. Sie ist eher als Lehrerin anzusehen denn als Schülerin", heißt es über sie. Katharina hinterließ berühmte Schriften des geistlichen Lebens und zahlreiche Briefe. Nach schwerem Leiden starb sie am 29. April 1380 in Rom. Papst Pius II. hat sie 1461 heiliggesprochen. Im Jahr 1970 erklärte sie Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin. |
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