Die Dominikanische Familie

Das Vorbild des hl. Dominikus hat im Verlauf der Ordensgeschichte zu einer reichen Vielfalt dominikanischer Gemeinschaften geführt, die zusammen die "Dominikanische Familie" genannt werden. Zu ihr gehören:

die Priesterbrüder und die Kooperatorenbrüder
die beschaulich lebenden Schwestern (Moniales), die durch ihre zurückgezogene Lebensweise, durch Gebet und Betrachtung die Arbeit der apostolisch tätigen Brüder und Schwestern mittragen
die apostolisch tätigen Schwestern in verschiedenen Kongregationen, die sich in vielfältiger Weise der Verkündung in Katechese, Lehre, Caritas, Mission usw. widmen
die dominikanischen Laiengemeinschaften, Säkularinstitute und Weltpriestergemeinschaften, die in den Orden eingegliedert sind. Sie legen keine Gelübde ab, sondern versprechen, ihrem Leben nach dem Vorbild des hl. Dominikus eine spirituelle und apostolische Ausrichtung zu geben; dabei hilft ihnen eine Regel, die ihr geistliches Leben formt, und die Begleitung durch Brüder und Schwestern.


Alle Gemeinschaften der Familie des Dominikanerordens haben die gleiche Berufung und erfüllen je auf ihre Weise die Sendung des Ordens in der Welt (aus den Konstitutionen).

Nicht in gleicher Weise in den Orden eingegliedert, ihm aber eng verbunden, sind die Gruppen dominikanischer Laien ohne feste Lebensregel. Sie orientieren sich in ihren Kreisen und in der Begegnung mit Ordensangehörigen an der dominikanischen Spiritualität, um zu einem vertieften und lebendigeren Christsein zu finden.