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Die dominikanische Spiritualität

Das dominikanische Leben ruht auf vier Grundsäulen:

 

+ Gebet und Liturgie

Von Dominikus wird berichtet, dass er nur „mit Gott und von Gott“ gesprochen habe. Die Beziehung zu Gott war die Kraftquelle und der Ruhepunkt seines sehr aktiven Lebens.

Das Gebet in seinen verschiedenen Formen (gemeinsames Meditieren, Stundengebet, Rosenkranzmeditation, Betrachtung eines biblischen Textes und Eucharistiefeier) prägt auch unser inneres Leben als dominikanische Laien.

 

+ Gemeinschaft

Das Gemeinschaftsleben ist nichts Nebensächliches, sondern wesentlich für unsere Berufung. Unsere Gemeinschaft ist ein Ort, an dem wir unser Christsein üben und voneinander Bestärkung erfahren. Bei den monatlichen Treffen der Gemeinschaft werden neben einem allgemeinen Austausch spirituelle, theologische und gesellschaftliche Impulse gemeinsam besprochen und diskutiert.

Wallfahrten, Einkehr- und Studientage vertiefen diese Treffen.

 

+ Studium und Weiterbildung

Dominikus und die ersten Dominikaner/innen legten großen Wert auf eine gute Ausbildung. Bis heute haben Bildung und Studium im Dominikanerorden einen hohen Stellenwert. Dominikaner/innen sind überzeugt, dass „die Wahrheit uns frei macht“ (Joh 8,32).

Dabei ist Studium kein Selbstzweck, sondern es hilft uns, das Evangelium Christi den Menschen näher zu bringen und Glauben und Vernunft voreinander zu verantworten und zu verbinden.

 

+ Verkündigung und Apostolat

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“, so heißt es im ersten Petrusbrief

(3, 15). Die Predigt im Sinne der Weitergabe dessen, was uns von der frohen Botschaft her erfüllt, ist seit Gründung des Ordens seine Hauptaufgabe. Diesen Auftrag erfüllen wir individuell dort, wo wir leben und als Gemeinschaft.

Dominikaner/innen stehen in der Tradition wichtiger Theologen wie Albertus Magnus, Thomas von Aquin oder des Vorkämpfers für die Menschenrechte der Indios, Bartholomé de las Casas, großer Frauen der Kirche wie der hl. Katharina von Siena oder Rosa von Lima und der Mystiker Meister Eckhart, Heinrich Seuse und Johannes Tauler.